www.pfleger.at 7.1.2026
Bei Feuerwerken und Böllern scheiden sich die Geister: Gehören für Sie die Böller und Feuerwerke zur Silvestertradition, oder gehören Sie zu den Menschen, für die beides nur Lärm, Luftverschmutzung und Qual für die Tiere bedeutet?
Wären Lasershows gescheiter?
Welche gesetzlichen Regelungen wünschen Sie sich?
Es ist noch nicht einmal eine Woche her, da habe ich mich in einer „Sichtweise“ („Balthasar und Alaba“) in diesem Medium mit einem Problem befasst, das für mich mit dem bedauerlichen Verschwinden von langjährig vertrauten, sorgfältig gepflegten und bewahrten, ja „liebgewordenen“ Traditionen im kulturellen (und religiösen) Jahresablauf unseres Landes zu tun hat, da bringt mich ein Posting in derselben Plattform (s. Absatz im Vorspann) erneut in diese meine „aufgerührte“ Gedankenwelt zurück.
Ja – natürlich ist mir schon bewusst, dass grade die darin angesprochene Thematik schon länger – und immer wiederkehrend – „die Geister scheidet“, wie im Artikel ja auch wörtlich ausgedrückt wird.
Und obwohl ich diesem Thema grundsätzlich sehr wertfrei und neutral gegenüber stehe (– ich hab in meinem langen Leben schon hunderte „berauschend schöne“ Feuerwerke gesehen und „genossen“ – aber auch etliche „mickrige“ und nichtssagende – und „erlebe“ deshalb in den letzten Jahren diese immer wieder annähernd „gleichen Spektakel“ zum Jahreswechsel eher nur mehr „akustisch“, weil – so wie in vielen anderen „normalen“ Nächten – im Bett liegend – gibt mir doch diese mehr und mehr überbordende „Regulierungssucht“ unserer „Gottsobersten Anschaffer“ langsam Anlass zur Sorge.
Ist es wirklich heute notwendig geworden, dass die „Eigenständigkeit“ (Autonomie) und die Privatsphäre der Bürger unseres Landes immer mehr durch Vorschriften und „Gebote“ (nein, eher „Verbote“!) reguliert, beschnitten und letztlich „abgeschafft“ werden muss?
Geben wir alle zusammen nicht damit sukzessive unsere eigene „Freiheit der Entscheidung“ über unser „Tun und Lassen“ völlig auf und unterwerfen uns dadurch „Denen da oben“ als willenlose Individuen ohne eigene Rechte und ohne Anspruch auf Selbständigkeit?
Über viele Jahre und Jahrzehnte gewachsene Gebräuche und Traditionen werden auf diese Art – mit oft fadenscheinigen Begründungen – immer mehr in Frage gestellt und verschwinden zuletzt völlig aus unserem gewohnten Alltag …
(Müßig, zu erwähnen, dass damit auch – völlig ohne Bedenken – einschlägigen Firmen und Geschäften quasi von „Amts wegen“ mit einem Schlag ihre wirtschaftliche Existenz abgegraben oder sogar ausgelöscht wird.)
Aber: Hat es denn nicht schon immer Kinder und alte und kranke Menschen gegeben, denen vielleicht diese nächtliche Knallerei mitsamt ihrer explosiven Feuershow am Himmel einen Teil ihres Nachtschlafes geraubt hat und denen der „Silvester“ deshalb nicht unbedingt grade so angenehm war – die aber trotzdem diese „Einmal-im-Jahr-Tradition“ mit keinem einzigen Gedanken je in Frage gestellt hätten – oder in Frage stellen wollten?
Und: haben nicht Hunde oder andere (Haus-)Tiere diese (ja ohnehin einmalige) von fröhlichen und feiernden Menschen initiierte „Ausnahme-Nacht“ stets unbeschadet und – bei angemessener Betreuung und Haltung – ohne besondere Folgen bestens überstanden???
Also: Ich frage mich allen Ernstes, ob wirklich alles Herkömmliche … lang Gewachsene …Traditionelle – und damit unsere eigene „Identität“ – langsam verloren gehen muss… – und ob wirklich einmal eine Zeit kommen wird, wo wir unsere Enkel und Urenkel am Neujahrstag mit den Worten „Ja, weißt du, damals war das zu Silvester immer sehr schön…“ vertrösten müssen?
Roland Gatterwe
P.s.: Unnötig dran zu erinnern, wer schließlich die „Betroffenen“ und die „Adressaten“ eines solchen (jetzt angestrebten und vielleicht doch durchgesetzten und verhängten) „Verbotes“ sein werden.
Die millionenschweren MEGA – Feuerwerke und Lichtershows der Weltstädte wie New York, Melbourne, Sidney, Tokio oder Dubai u.v.a. werden deshalb wohl kaum auch nur ein einziges „Spritzkerzerl“ aus ihren „Himmels- Spektakeln“ weglassen.
Vergleich gefällig: Im Bereich „Klimaschutz“ ist ja die Zielgruppe der durch solche Einsparungs-Maßnahmen „Beschnittenen“ auch vorwiegend nur die Masse der „Elektro-Rasierer“, der „Eierkocher“ oder der „Autofahrer“, während die mächtigen Airlines oder die milliardenschwere Hochsee-Schifffahrt stets munter weiter „florieren“ und „verschmutzen“ darf …
Zitat von Carl Gustav Jung
(* 26. Juli 1875 in Kesswil, Kanton Thurgau; † 6. Juni 1961 in Küsnacht, Kanton Zürich), meist kurz C. G. Jung, war ein Schweizer Psychiater und 1913 der Begründer der analytischen Psychologie. Anhänger dieser Richtung werden Jungianer genannt.)„Denken ist schwer – darum urteilen die meisten!“