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Pollenallergie: Deutlich stärkere Frühblühersaison und mögliche Kreuzallergien

Heuer müssen sich Allergiker auf eine deutlich stärkere Frühblühersaison einstellen. Vor allem die Hasel zeigt heuer einen überdurchschnittlichen Kätzchenbesatz, was auf einen intensiveren Pollenflug hindeutet. Auch die Birke weist mehr männliche Blühstände auf als im Vorjahr. 
„Heuer verzögert der kühle Winter den Blühstart, was die Belastung zeitlich bündeln könnte“, so der Pollenservice der MedUni Wien.

Auf Allergiker kommen nun harte Zeiten zu – heuer werden mehr Pollen als 2025 erwartet. (Alle Bilder: © Josef Pfleger)

Sobald die Sonne scheint und es Temperaturen ab 5°C hat, muss nun auch im Osten Österreichs mit dem ersten Pollenflug gerechnet werden.
Dabei können sich Allergiker selbst „schonen“, wenn sie blühende Pflanzen kennen und nicht in ihre Nähe gehen. Die Pollenkonzentration ist nämlich in unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher. Auch wichtig: Am Abend die Haare waschen, damit die darin verfangenen Pollen nicht auf den Polster kommen.

Kreuzreaktionen
Hasel, Erle und Birke gehören zur Familie der Birkengewächse und sind untereinander kreuzreaktiv. Das kann zu verstärkten Symptomen und zusätzlichen Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel wie Nüsse, Äpfel oder Karotten führen.

Purpurerlen sind die ersten Allergieauslöser im Jahr.

Das Allergiezentrum Schweiz definiert Kreuzallergien auf seiner Homepage folgendermaßen: „Eine Kreuzallergie erklärt sich dadurch, dass Allergene in gewissen Pollen jenen von pflanzlichen Nahrungsmitteln ähnlich sind. In der Folge stuft das Immunsystem, genauer gesagt die IgE-Antikörper, die eigentlich gegen das Pollenallergen gerichtet sind, auch das ähnliche Nahrungsmittelallergen als gefährlich ein und lösen allergische Beschwerden aus.“

Möglich sind folgende Kreuzreaktionen bei einer

Allergie auf Birken-, Erlen-, Haselpollen (Januar–April): Kern- und Steinobst (Äpfel, Birnen, Pflaumen, Aprikosen, Kirschen, Nektarine usw.), Haselnuss, Walnuss, Mandeln, Karotten, Sellerie, Kiwi, Soja, Mungbohnen, Erdnuss 

Allergie auf Beifußpollen (Juli–August): Sellerie, Karotten, Fenchel, Pfeffer, Dill, Petersilie, Koriander, (alle auch in Gewürzen) Kamille, Kümmel, Anis, Sonnenblumenkerne, Litschi, Mango, Trauben, Pfirsich, Cashew, Senf 

Allergie auf Hanfgewächse (ganzjährig): Früchte und Gemüse

Allergie auf Hausstaubmilben (ganzjährig): Crevetten, Hummer, Langusten, Krebse, Schnecken, Insekten (als Lebensmittel) 

Allergie auf Latex: Avocado, Banane, Edelkastanie (Vermicelles, Maroni), Kiwi 

Allergie auf Vogelfedern: Hühnerei (Dotter) 

Allergie auf Katze: Schweinefleisch

JKP

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