Der CV-Zirkel und der MKV-Zirkel der Waldmark Horn luden am 17. März 2026 zu einer Informationsveranstaltung über die Zukunft des Landesklinikums Horn in den Festsaal des Klinikums. Die Referenten waren hochkarätig: Der Ärztliche Leiter des Horner Klinikums Primarius Reinhold Klug und der Kaufmännische Direktor Franz Huber.

Der Ansturm war gewaltig – mit über 60 Interessierten waren fast doppelt so viele Besucher gekommen als erwartet.

Der Vorsitzende des MKV-Zirkels Stefan Grusch kommentierte das bei seiner Begrüßung mit „Da haben wir offensichtlich punktgenau ein Thema erwischt, das viele Menschen interessiert. Ich freue mich über die große Anzahl der Teilnehmer.“
Nach der Vorstellung der beiden Referenten und der Vortragsthemen traf er mit der Aussage „Damit wird unsere Region Horn noch lebenswerter als schon bisher sein.“ sicher auch punktgenau das, was in Zukunft zutreffen wird.

Primarius Reinhold Klug stellte das Landesklinikum mit allen seinen 12 Abteilungen, die in seine Kompetenz fallen, vor und ging auch auf die Notwendigkeit von Schwerpunktkrankenhäusern – im Waldviertel werden dies zukünftig Horn und Zwettl sein – ein. Detailliert schilderte er die gewaltigen Leistungen seiner Abteilungen: So werden in Horn jährlich über 5.000 Katarakt-Operationen (Grauer Star) auf der Augenabteilung durchgeführt und über 18.000 Dialysen bewerkstelligt – um nur zwei zu nennen.
Mit der Urologie, die nun von Waidhofen/Thaya nach Horn verlegt wird, wird das Schwerpunktkrankenhaus Horn weiter aufgewertet. In Horn wird künftig auch das „Da Vici Operationssystem“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine roboterassistierte Plattform für minimalinvasive Chirurgie, die von einem Chirurgen über eine Konsole gesteuert wird.

Franz Huber schilderte die geplanten baulichen Maßnahmen für das Klinikum. Der erste Schritt wird nun einmal die Umsetzung der vorbereitenden Maßnahmen sein. Dazu gehören die Errichtung einer Ausweichfläche für Verwaltung, Finanzverwaltung, Büroräume für PACS, Psychologie und Palliativ, Dienstzimmer sowie Flächen für den Schulbetrieb. Im bestehenden Gebäude werden das Säuglingszimmer umgebaut und Ersatzflächen für die Wochenstation geschaffen.

Im zweiten Schritt wird dann die Urologie provisorisch in die ehemalige Wochenstation und die Augenabteilung in die ehemalige Verwaltung einziehen, eine Serologie errichtet, des Elisabethheim abgebrochen und die Kälteversorgung saniert. Die Gesamtkosten dafür sind mit 90 Millionen veranschlagt, das Projekt soll 2028 abgeschlossen sein.
Erst dann beginnt der große Zubau.

Den beiden Vorträgen folgte eine Diskussionsrunde, bei der u. a. die Problematik bei der Personalbesetzung oder auch die „Schließung“ der Spitäler Gmünd (soll Tagesklinik werden) und Waidhofen/Thaya (wird in Klinik mit konservativen Schwerpunkten (= Altersmedizin) umgewandelt) auf das Tapet kamen.

JKP