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Blumenwiese statt Rollrasen – eine gut Wahl

In einer richtigen Blumenwiese kann man vom Frühjahr bis zum Spätherbst viele Blüten und Insekten entdecken, die sich dort richtig wohl fühlen. Wiesen, auch die in den Gärten, zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas.
Auf ihnen bestehen enge Wechselbeziehungen zwischen Flora und Fauna. Durch zeitlich gestaffelte Blühabfolgen und eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen profitieren die Bewohner von Wiesenlebensräumen erheblich, was sich auch positiv auf die biologische Vielfalt auswirkt.
Der Rollrasen bietet dagegen gar nichts: Da blühen keine Blumen, daher bekommen die Insekten auch nichts zum Futtern.

Löwenzahn und Gänseblümchen stechen in einem solchen Ensemble wie hier ebenfalls sofort ins Auge. (Alle Bilder: © Josef Pfleger)

Das Tagpfauenauge ist schon im zeitigen Frühling unterwegs, um mit seinem langen Rüssel Nektar zu saugen.

Krokusse locken Bienen an, schließlich haben diese ja einiges an Nahrung zu bieten.

Klein und zierlich sind die Blüten des Ehrenpreises, der früher bei steirischen Kindern auch als „Regenblume“ bekannt war. Pflückte man die Blume, kam angeblich viel Regen. Der Rasenmäher hat mit seiner Erfindung völlig unromantisch dem Aberglauben ein Ende bereitet …

Ganz genau hinschauen muss man dann, wenn man sich an den wunderschönen Lippenblüten des Gundermanns erfreuen will. Klein, aber oho!

Da sag noch einer, ein wasserfressender Rollrasen wäre schöner oder insektenfreundlicher …

Noch einen Vorteil hat die Wiese: Verbrennt die Sonne einmal das Gras, oder wird sie nach einer langen Trockenperiode braun, reicht schon ein Regentag, um sie wieder zum Grünen zu bringen. Den Rollrasen dürfen sie neu anlegen – nicht besonders kostengünstig, oder?

JKP

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