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Verkehrsminister Hanke verschiebt Anbindung Horns an die Franz-Josefs-Bahn um drei Jahre

Das königliche „I am not amused“ drückt wohl am besten die Stimmungslage von Landtagsabgeordnetem Franz Linsbauer aus, wenn es um den verschobenen Beginn des Ausbaues der Franz-Josefs-Bahn und deren Anbindung an Horn geht.

Landtagsabgeordneter Franz Linsbauer ist über die Ausbauverschiebung der Franz-Josefs-Bahn verärgert. (Bild Josef Pfleger)

„Das Waldviertel wartet seit Jahren auf bessere Bahnverbindungen. Die Franz-Josefs-Bahn ist dabei ein zentrales Zukunftsprojekt. Wer hier bremst, bremst Pendlerinnen und Pendler, Betriebe und die Entwicklung des gesamten Waldviertels und ganz besonders der Stadt Horn – auch in Bezug auf den Neubau des Krankenhauses, in dem viele Pendler, unter diesen auch Ärzte, arbeiten werden“, so Linsbauer.

Ausbau soll gleich drei Jahre später beginnen

In dem nun von Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) präsentierten ÖBB-Rahmenplan verschiebt sich der Ausbaubeginn gleich um drei Jahre – von 2026 auf 2029.
Dabei bezeichnete die ÖBB selbst die Direktanbindung Horn immer als Meilenstein: Horn soll durch eine teilweise neue, elektrifizierte Strecke besser an Sigmundsherberg und damit an die Franz-Josefs-Bahn angebunden werden. Ziel sind rund 70 Minuten Fahrzeit nach Wien, ohne Umsteigen und bis zu 15 Minuten schneller. Geplant sind unter anderem der Umbau des Bahnhofs Horn, Park&Ride- und Bike&Ride-Anlagen, die Modernisierung der Haltestelle Breiteneich und ein rund zwei Kilometer langer Neubauabschnitt. Auch der selektiv zweigleisige Ausbau der Franz-Josefs-Bahn ist wichtig, damit Züge einander ohne Zeitverlust begegnen können. Geplant sind zweigleisige Abschnitte nördlich von Absdorf-Hippersdorf und östlich von Irnfritz sowie Modernisierungen in Irnfritz und Hötzelsdorf-Geras.

„230 Millionen Euro sind für diese Maßnahmen vorgesehen. Der Ausbau sollte bereits 2026 beginnen, nun verschiebt er gleich um drei Jahre. Große Investitionen sind erst ab 2031 geplant. Das Waldviertel braucht aber definitiv Verlässlichkeit, keine weiteren Verzögerungen. Niederösterreich darf als größtes Pendlerland Österreichs nicht benachteiligt werden und dem Sparplan Hankes zum Opfer fallen. Das Waldviertel ist verkehrstechnisch ohnehin schwer benachteiligt – und jetzt auch noch das“, so Linsbauer, der natürlich noch hofft, in dieser Sache etwas bewegen zu können.

JKP

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