„Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich“ machte es möglich: Seit 26. Juni 2026 zieren 13 Holzfiguren mit einer Höhe von rund 60 Zentimetern die Eingangswand des Museums. Grundfigur ist die Venus von Eggendorf, sie wurde vom Künstler Christian Kosmas Mayer mit anderen Objekten aus dem Museum zu eigenen Hybridfiguren weiterentwickelt.

Der Eingangsbereich wurde von Architekt Gerhard Lindner in den 1990er-Jahren neu gestaltet und mit 13 Konsolen bestückt, die bis heute auf eine Bespielung warteten. Auf der Wand links vom Eingang machen acht Figuren auf das aufmerksam, was …

… den Besucher im Museum erwartet, auf der rechten Wand fünf weitere.

Der Künstler Christian Kosmas Mayer mit einer der Venusfiguren, die mit den Bergkristallen aus der Mineraliensammlung kombiniert wurde. Der aus Deutschland stammende Künstler, der in Wien lebt und arbeitet, wurde im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs mit der Umsetzung seines Konzeptes betraut.

Museumsvereins-Obmann Gilbert Zinsler begrüßte die Gäste bei gefühlten 40° noch im Freien vor der Museumsfassade, …

… das Bild dokumentiert deutlich die Wetterlage bei der Eröffnung.

In der etwas kühleren Höbarthhalle im Museum eröffnete Horns Bürgermeister Gerhard Lentschig den Reigen der Redner und hob dabei vor allem die Arbeit der Museumsmannschaft und des Museumsvereins hervor.

Museumsvereinsobmann Gilbert Zinser spannte einen weiten Bogen zum Thema „Kultur im öffentlichen Raum“, in dem er so ziemlich alle Skulpturen in Horn – von der „Faltung“ von Marianne Maderna in der Allee in der Hamerling-Straße bis hin zu jener von Franz Xaver Ölzant („O 21“) vor dem Eingang des Landeskrankenhauses – ansprach, ehe er zu den neuen auf der Fassade des Museums kam. Für ihn machen die Skulpturen Geschichte sichtbar, wecken Interesse, geben dem Museum ein neues Gesicht, sind Kunst.

Überrascht von der Vielfalt der Sammlungen und den bestens informierten Mitarbeitern des Horner Museum zeigte sich Fiona Liewehr, Kuratorin und künstlerische Direktorin des „fjk3 – Raum für zeitgenössische Kunst“ in Wien. Auch sie spannte einen weiten Bogen in ihrer Rede, der von der Gestaltung der Objekte über die geschichtliche Entwicklung der „sprechenden Fassade“ bis hin zum Sinn der Konsolen auf der Museumsfassade reichte.

Landtagsabgeordneter Franz Linsbauer zeigte sich über seinen kulturell bestens positionierten Bezirk erfreut, aber noch mehr freute er sich über das Material, aus dem die Skulpturen gemacht sind: Holz.
Ausgehend vom Rilke-Gedicht „Ich lebe mein Leben“, dessen erste Strophe er zitierte („Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, / die sich über die Dinge ziehn. / Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, / aber versuchen will ich ihn.„) stellte er das Leben und die Kunst als Abfolge wachsender Ringe, die stetig größer werden und die Welt durchdringen, dar.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch Florian, Florentin und David von der Musikschule Horn, …

… die von Bgm. Gerhard Lentschig und Musikschuldirektor Harald Schuh (re.) vorgestellt wurden.

Das Titelbild – von links: LAbg. Franz Linsbauer, Museumsvereins-Obmann Gilbert Zinsler, Künstler Christian Kosmas Mayer, fjk3-Direktorin Fiona Liewehr, Kulturstadträtin Barbara Stark und Bgm. Gerhard Lentschig

Das „große“ Titelbild – von links: LAbg. Franz Linsbauer, Bgm. Gerhard Lentschig, Museumsvereins-Obmann Gilbert Zinsler, Kulturstadträtin Barbara Stark, Museumsdirektor Anton Mück, Katrina Petter (Leiterin von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich), StR Reinhard Litschauer, Künstler Christian Kosmas Mayer, Museums-Kustos Hans-Peter Trimmel, GR Heinz-Dieter Schewig und GR Leonhard Gary
JKP