„Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer!“ – diese Aussage wird dem hochdekorierten deutschen Staudenzüchter Karl Foerster zugeschrieben, der selbst viele neue Sorten gezüchtet hat.
Der Phlox, auch Flammenblume genannt, ist derzeit in (fast) jedem Garten in voller Blütenpracht zu bewundern. Mit seinen sternförmigen Blüten in den Farben Weiß, Rosa, Rot, Lila und Blau ist er nicht zu übersehen und besticht außerdem durch starken Duft und lange Blütezeit von Juni bis September (einige Arten blühen sogar von April bis Oktober).
Er stammt aus Nordamerika, wo es im 18. Jahrhundert an die 30 Arten gab. Durch weltweit enorme Züchtungstätigkeit sind mittlerweile mehr als 1.000 Arten vorhanden.

Ihren zweiten Namen, nämlich „Flammenblume“, hat die Pflanze vom altgriechischen Namen φλόξ (Phlox), was auf Deutsch übersetzt Flamme heißt.

Der Phlox ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae) (Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)). Die verschiedenen Arten sind meist ausdauernde, selten einjährige, krautige Pflanzen oder Halbsträucher.
Die Kronblätter sind verwachsen, die Kelchblätter ebenso. Der Fruchtknoten ist oberständig. Die Blütenstände sind rispig oder köpfchenförmig, die Früchte kapselförmig.
Und: Er darf in keinem Bauerngarten fehlen!
Halbschatten und feuchter Boden – sonst wird er krank
Karl Ploberger beschreibt auf seiner Homepage den größten Fehler, den man beim Phlox machen kann: „Der typische Bauerngartenphlox (Phlox paniculata) ist ursprünglich im Osten Amerikas daheim gewesen. Dort wuchs er in einem eher feuchten Boden in einer Gegend mit hoher Luftfeuchtigkeit. Bei uns wird er in die volle Sonne in einen meist trockenen Boden gepflanzt. Daher bereitet diese Pflanze oft große Probleme mit Mehltau, Älchen, Blattflecken und anderen Krankheiten. Steht er im Halbschatten an der Westseite des Hauses in einem eher feuchten Boden, dann blüht er dort unermüdlich. Meist um ein oder zwei Wochen später als in anderen Gärten, dafür bleibt er absolut gesund und braucht eigentlich keinerlei Pflege.“