Bei dieser Mikro-Ausstellung, die am Mittwoch, 2. September 2026, im Museum Horn um 18:00 Uhr eröffnet wird, passt so ziemlich alles zusammen: „Stiftejägerin“ Christine Kögler, die auch „echte“ Jägerin ist, ist Mitarbeiterin beim Museumsmanagement NÖ, ist Mitglied des Horner Museumsvereins und ein echter Fan des Horner Museums. Außerdem gibt es kein Museum, in dem nichts Schriftliches aufliegt – und zum Schreiben braucht man schließlich Stifte.

Dieser Stift, der größte, der in der Ausstellung gezeigt wird, verbindet für Kögler alles: Sie hat ihn von Kultur.Region.Niederösterreich-Geschäftsführer Martin Lammerhuber geschenkt bekommen, …

… der Slogan darauf trifft voll auf das zu, worauf sie bei ihrer Regionalkultur-Arbeit aufbaut – nämlich auf „verlässlich echt“.
Von der 48er-Farbschachtel zu zigtausenden Exemplaren

Mit genau dieser 48-Farben-Schachtel begann alles: Schon in der Volksschule bestand Christine Kögler auf möglichst viele Farbstifte, die übliche 24 Jolly-Stifte-Schachtel war eindeutig zu wenig. Daher war eine Fahrt zum Metro angesagt, wo es diese 48er-Variante gab, die das Bild zeigt.
Heute hat sie in ihrer Sammlung tausende Farbstifte, Bleistifte, Faserstifte, Kugelschreiber etc. – inkl. Farbproben und Qualitäts-Beurteilung.

So schaut die Buntstiftesammlung auf dem Schreibtisch von Kögler aus.

Fast schon ein bisschen Hardcore war dann der Aufbau dieser beiden Bildkompositionen: In ihrem Buch zeigt Kögler Farb-Dateikarten, die mit der riesigen Fasermaler-Sammlung – jede Farbe mit zwei verschiedenen Spitzen – zusammengehört. Für das Bild mit Kulturstadträtin Barbara Stark wurde natürlich die Seite mit der dominierende Farbe der Bluse aufgeschlagen, die Hand der Stadträtin weist zur Farbe Pink.

Beim Bild mit Museumsdirektor Anton Mück mussten die Brauntöne des Hemdes mit der Farbkarte zusammenpassen, Mück selbst bekam selbstverständlich einen braunen Stift in die Hand gedrückt …

In diesem besonderen Buch und auf den losen Zetteln hat Kögler sämtliche Stifte den Farbnuancen und den Spitzen nach ausprobiert, „benamst“ sowie die Handlage und Schreibqualität bewertet. So kann sie ihren Glückwunschkarten schnell die „korrekten“ Farben sowie die passende Schriftbreite zuweisen.

Da Frösche zu den Lieblingen von Christine Kögler gehören, sind natürlich auch viele – oft sehr witzige und bewegliche – Kugelschreiber mit Froschkopf ihr Eigentum. Die meisten bekam sie von Leuten geschenkt, die von ihrem Faible wussten. Einige dieser Exemplare werden auch in der Ausstellung zu sehen sein.
Passend zum farbenfrohen Fotoshooting waren auch die Nägel – jeden Finger zierte eine andere Farbe. Man darf schon gespannt sein, wie sie bei der Eröffnung aussehen 🙂

Diese „paar“ Kugelschreiber, meist Firmengeschenke, aber auch gekaufte, schreiben noch – allerdings nur in den Farben Schwarz und Blau.

Und weggeschmissen wird sowieso nichts. Dieses „Sackerl“ beherbergt Kugelschreiber, die leer oder ausgetrocknet sind.
Zu sehen gibt es natürlich noch viele weitere Schmankerl, Sie sollten sich diese Ausstellung am 2. September um 18:00 Uhr nicht entgehen lassen.
Die „Jagd nach dem perfekten Stift“ geht weiter …
Und last but not least: Sie können Christine Kögler keine größere Freude machen, als wenn sie zur Ausstellungseröffnung den einen oder anderen ausgefallenen Stift oder Kugelschreiber als Geschenk mitbringen, weil die „Jagd nach dem perfekten Stift“ geht selbstverständlich weiter …
Josef Pfleger