Das Bundeskriminalamt startet eine österreichweite Informations- und Präventionskampagne gegen die Betrugsmasche der sogenannten „Schockanrufe“. Ziel der Kampagne ist es, insbesondere ältere Menschen sowie deren Angehörige für die perfiden Methoden organisierter Tätergruppen zu sensibilisieren.
Bei „Schockanrufen“ geben sich Kriminelle als Polizisten, Ärzte, Staatsanwälte oder Bankmitarbeiter aus. Die Kriminellen schildern dramatische Szenarien – etwa schwere Verkehrsunfälle, drohende Haftstrafen oder medizinische Notfälle naher Angehöriger –, um ihre Opfer emotional massiv unter Druck zu setzen.
Durch Angst, Zeitdruck und die Forderung nach absoluter Verschwiegenheit werden Betroffene gezielt manipuliert. In vielen Fällen werden Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände gefordert und anschließend durch vermeintliche „Boten“ abgeholt.
Die unmittelbar betroffene Zielgruppe sind überwiegend ältere Menschen über 60 Jahre, wobei Kriminelle dabei gezielt öffentlich zugängliche Daten nutzen und ihre Opfer oft nach vermeintlich altmodischen Vornamen aussuchen.
„Schockanrufe zählen zu den emotional belastendsten Betrugsformen. Die Kriminellen handeln professionell organisiert und nutzen gezielt die Sorge um Angehörige aus“, betont das Bundeskriminalamt.
Das Bundeskriminalamt empfiehlt:
- Verdächtige Gespräche sofort beenden.
- Angehörige direkt kontaktieren und Informationen überprüfen.
- Sagen Sie niemanden etwas über Ihre finanziellen Verhältnisse.
- Niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben.
- Warnhinweise von Bankmitarbeitern ernst nehmen.
- Im Zweifel sofort die Polizei unter 133 anrufen.
Die Kampagne setzt neben Medienarbeit auch auf gezielte Aufklärungsgespräche, Präventionsveranstaltungen und Informationsmaterialien für Seniorinnen und Senioren.
