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Digitales Horner Stadtmodell – ein echter Hammer

Das neue digitale Horner Stadtmodell wurde am 23. September 2026 im Museum der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleich vorweg: Es ist ein echter Hammer.

(Alle Bilder: © Josef Pfleger)

Reinhard Erdner (li.) und der ehemalige Kulturstadtrat Martin Seidl probierten die Funktionen bereits vor der Eröffnung aus: Auf dem Display kann man vorerst drei Kategorien auswählen, nämlich Landkarten und alte Ansichten, die so wie das historische Chmela-Stadtmodell von Horn dem Ende des 17. Jahrhunderts zugeordnet sind, die Bilder der Häuser der Stadt mit Information über deren Entwicklung sowie Filme inkl. Interviews – z. B. von Altbürgermeister und Feuerwehrkommandant a. D. Alexander Klik, der über die großen Brände in der Stadt berichtet.

Der Hammer: Wählt man zum Beispiel per Fingerdruck „Bürgerspital und Kapelle“, wird dieses Objekt am Stadtmodell beleuchtet (roter Pfeil), gleichzeitig sieht man ein Bild davon mit einer kurzen historischen Information auf der Wand. Optimal ist das für den Wiedererkennungswert im Rahmen einer Stadtführung oder eines Stadtrundganges.
Ähnlich funktioniert es auch bei den Landkarten und Filmen.

In seiner Begrüßung stellte Museumsdirektor Anton Mück das Projekt, das rund 40.000,– gekostet hat und großteils von der Kulturabteilung des Landes Niederösterreich bezahlt wurde, vor. Sein Dank galt in erster Linie Franz Pötscher für das Konzept sowie Dominik Wagerer (domotion GmbH) für die digitale Umsetzung.
Wagerer konnte berufsbedingt nicht an der Präsentation teilnehmen.

Franz Pötscher, der schon viele Museumskonzepte erarbeitet hat, stellte dann die Grundzüge des Konzeptes vor: In erster Linie dient es als Grundlage für anschließende Stadtführungen und Stadtrundgänge sowie als Informationsquelle über die historische Entwicklung der Stadt. Es ist auch bestens für den Unterricht geeignet.

Dezidiert bedankte sich Pötscher, der im Rahmen der Konzepterstellung die komplette Hintergrundrecherche, die Bilderauswahl und das Drehbuch bewerkstelligte, bei Stadtarchivar Erich Rabl, der einen Großteil der historischen Bilder beisteuerte, und bei Wolfgang Andraschek, der bei der Digitalisierung federführend mithalf sowie viele Aufnahmen selbst beisteuerte.

Museumskustos Hans-Peter Trimmel verfasste im Rahmen der Erstellung dieses digitalen Stadtmodells seine Masterarbeit, die sich mit diesem Thema beschäftigte. Seine Umfragen bezüglich der Wünsche der Museumsbesucher flossen dann in die Arbeit ein. „Ich muss aber sagen, dass sich die erhobenen Wünsche größtenteils mit denen bereits im Projekt vorgegebenen Details deckten“, so Trimmel.

Die vielen Besucher folgten gespannt den Ausführungen, wobei sie von Hans-Peter Trimmel auch die Funktionsweise des Modells erklärt bekamen.

Im Anschluss daran nahm Bürgermeister Gerhard Lentschig die Eröffnung vor.

Das offizielle Bild – am Bild links v. li.: Bgm. Gerhard Lentschig, Kulturstadträtin Barbara Stark, Christine Kögler und Ulrike Vitovec (beide Museumsmanagement Niederösterreich); auf der rechten Seite v. li.: Wolfgang Andraschek, Martin Bauer (wissenschaftlicher Leiter des Museums Horn), Stadtarchivar Erich Rabl, Museumsdirektor Anton Mück und Museumskustos Hans-Peter Trimmel

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung von einem Blockflötenensemble der Musikschule Horn unter der Leitung von Borka Szalay (2. v. li.)

JKP

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