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„Gewalt hinterlässt Spuren“ – Vortrag sensibilisiert für Opferschutz und Spurensicherung

Am 13. Oktober stand im Festsaal des Landesklinikums Horn ein Thema im Mittelpunkt, das oft im Verborgenen bleibt und dennoch die Aufmerksamkeit aller Gesundheitsberufe erfordert: Gewalt und ihre Folgen.
Unter dem Titel „Gewalt hinterlässt Spuren…“ referierte Amelie Hartig von der Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene (UGB) der Medizinischen Universität Wien vor zahlreichen interessierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Pflege und Ärzteschaft, organisiert vom Leiter der Opferschutzgruppe am LK Horn-Allentsteig, DGKP Andreas Zumer.

Elisabeth Klang, (Pflegedirektorin LK Horn-Allentsteig), Dr. Amelie Hartig (Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene (UGB) der Medizinischen Universität Wien), DGKP Andreas Zumer (Opferschutzgruppe LK Horn), DGKP Gabriele Führer (Bereichsleitung Pflege LK Horn) (Bild: zVg/LK Horn)

In ihrem Vortrag gab Hartig einen umfassenden Einblick in unterschiedliche Formen von Gewalt sowie deren Auswirkungen auf Betroffene. Darüber hinaus stellte sie die Arbeit der UGB vor, die Betroffenen eine klinisch-forensische Dokumentation von Verletzungen, Fotodokumentation sowie Spurensicherung anbietet. Die Einrichtung ist am Zentrum für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Wien angesiedelt und unterstützt sowohl Gewaltbetroffene als auch medizinisches Fachpersonal.

Der Vortrag fand auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ besondere Beachtung. Diese jährliche Initiative erstreckt sich vom 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Ziel der Kampagne ist es, auf Gewalt in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen aufmerksam zu machen, Bewusstsein für Opferschutz zu schaffen und Betroffene über Hilfsangebote zu informieren. Österreich beteiligt sich seit vielen Jahren an dieser weltweiten Aktion.

„Mit Veranstaltungen wie diesem Vortrag leistet das Landesklinikum Horn einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für Gewaltprävention und Opferschutz. Die rege Teilnahme zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an diesem gesellschaftlich und medizinisch bedeutsamen Thema ist. Gerade im Gesundheitswesen kann fundiertes Wissen dazu beitragen, Betroffene frühzeitig zu erkennen, professionell zu unterstützen und ihnen den Zugang zu weiterführenden Hilfsangeboten zu erleichtern“, erklärt Mag. Elisabeth Klang, MBA, Pflegedirektorin am Landesklinikum Horn-Allentsteig.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung einer professionellen und gerichtsfesten Dokumentation von Verletzungen. Gerade Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen nehmen häufig eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, Gewalt frühzeitig zu erkennen, Betroffene sensibel zu begleiten und sie an geeignete Unterstützungsangebote weiterzuvermitteln. Die UGB bietet hierfür fachliche Expertise und Unterstützung an.

Die Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene ist unter der Telefonnummer 01 40160 35700 erreichbar. Die telefonische Beratung steht von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr zur Verfügung, an Wochenenden und Feiertagen besteht eine durchgehende Erreichbarkeit.

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