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Andraschek-Friedhofsführungen – ein Renner

Zu einem wahren Publikumsmagneten haben sich die Friedhofsführungen von Wolfgang Andraschek – dieses Mal unter dem Titel „Der Stadt der Toten eine Stimme geben“ – entwickelt: Am 2. November 2026 waren wieder über 50 Personen dabei.

(Alle Bilder: Josef Pfleger)

„Bewaffnet“ mit Mikrofon und Lautsprecher führte Andraschek (li.) seine Zuhörer zu Gräbern mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten, so etwa auch …

… zum Grab von Viktor Oswald, der durch Erbschaft reich geworden war. Er besaß die ersten Automobile in Horn, darunter war auch ein „Benz Dos-a-Dos“, auf dem die Leute so saßen, dass zwei nach vorne und zwei nach hinten schauten.

Andraschek ist bekennender Eisenbahnfan und Besitzer einer riesigen Miniatur-Eisenbahnanlage. Da durfte bei der Führung natürlich nicht das einzige Grab im Friedhof fehlen, das in einer „Auslage“ einen Zug ausgestellt hat.

Am Grab von Dr. Friedrich Berg: Wolfang Andraschek sowie Nikolaus und Elisabeth Berg (v. li.)

Bei der Führung mit dabei waren auch Sohn Nikolaus und Tochter Elisabeth von Dr. Friedrich Berg, der nach Josef Höbarth das Horner Museum leitete und Mitbegründer der Volkshochschule war.
Die folgende Anekdote, die Andraschek über Berg erzählte, brachte die Teilnehmer selbst am Friedhof zum Lachen:  
Bei der Entdeckung des Schädelnests von Poigen glaubte die Bevölkerung, es sei ein Mord geschehen. Als Dr. Berg mit zerzaustem Haar und schmutzig von der Grabungsarbeit in Begleitung von zwei Gendarmeriebeamten – einer davon war Bezirkskommandant Franz Gatterwe – gesehen wurde, ging ein Raunen durch die Menge, das in der Aussage: „Sie haben ihn schon – den Mörder!“ gipfelte.

Viele weitere Grabbeschreibungen finden Sie in unserem Ankündigungsartikel → „Der Stadt der Toten eine Stimme geben“

JKP

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