Horner Internet Zeitung - www.pfleger.at​

Sternsinger unterwegs

„Sternsingen verwandelt Solidarität und Nächstenliebe in konkrete Hilfe für Kinder und Familien in Not“, heißt es auf der Homepage der „Dreikönigsaktion“, dem Hilfswerk der katholischen Jungschar. Damit ist der Zweck des Spendensammelns der „Hl. drei Könige“ definiert.
Heuer wird für rund 500 Projekte im globalen Süden gesammelt, darunter für Nahrung und Bildung für Kinder und Familien im bitterarmen Tansania, für Familien auf den Philippinen, die nach dem Supertaifun vor dem Nichts stehen: Häuser, Felder und wichtige Infrastruktur sind zerstört. Hier erhalten die betroffenen Familien Haushaltswaren, Werkzeug und Fischernetze als Unterstützung für den Wiederaufbau. Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche im Amazonasgebiet sollen dazu beitragen, den Regenwald zu erhalten.

Unterwegs in der Pfarre Horn

In der Pfarre Horn sind die Sternsinger vom 28. Dezember bis 4. Jänner unterwegs, in Breiteneich kommen sie am 2. und 3. Jänner in die Häuser, in Mühlfeld und Mödring am 4. Jänner 2026.

Jakob, Tobias, Fabian, Lorenz und Valentin waren mit Religionsprofessorin Stefanie Frischauf-Busta als Sternsinger in Horn unterwegs und hatten sichtlich Spaß bei ihrer karitativen Tätigkeit. (Bilder: © Josef Pfleger)
„Christus mansionem benedicat“
Was bedeutet der Segen, den die Sternsinger über die Türen schreiben?

Das C+M+B plus dem Kreuz über dem M und der Jahreszahl bedeuten „Christus mansionem benedicat“, übersetzt „Christus segne dieses Haus“.
Daneben gibt es einige andere Interpretationen des CMB, wie z. B. „Caspar, Melchior und Balthasar“. Die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit.

Geschichte des Sternsingens

Die Bibel berichtet von „Sterndeutern aus dem Osten“, die der Stern von Bethlehem zur Krippe geführt hat. Sie brachten dem neu geborenen Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe – Geschenke für ein Königskind. Wie viele Sterndeuter nach Bethlehem kamen, wissen wir nicht. Papst Leo der Große (5. Jahrhundert) meinte aber, dass es dem gesunden Menschenverstand entspräche, dass drei Gaben ein Hinweis auf drei Überbringer seien.
In Erinnerung an diese erste Huldigung des Messias entwickelte sich ab dem Mittelalter der Brauch des Sternsingens: Männer kleideten sich wie Könige, zogen einem Stern folgend von Haus zu Haus und verkündeten singend die Geburt Christi. 
Die beliebte Neujahrstradition überlebte die Jahrhunderte und wurde 1954 von der Katholischen Jungschar aufgegriffen und mit neuer Bedeutung versehen. Mit der Hilfe unter gutem Stern wird die Friedens- und Segensbotschaft der Geburt Christi in die ganze Welt gebracht. (→ https://www.dka.at/sternsingen/hintergruende-zum-sternsingen)

Facebook
X