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Rotes Kreuz NÖ sieht 12 Monate Zivildienst positiv

Das Rote Kreuz ist der größte nationale Rettungsdienst-Anbieter, der im Ernstfall auch zur Unterstützung des Österreichischen Bundesheeres gesetzlich verpflichtet ist. Mit einer Verlängerung des Zivildienstes auf maximal 12 Monate ist es für das Rote Kreuz möglich, die Qualität weiter zu verbessern, die Einbindung in die Organisation zu intensivieren und die Wertevermittlung der Notwendigkeit der geistigen Landesverteidigung zu verstärken. Davon profitieren nicht nur die jungen Männer, die bei uns ihren Zivildienst leisten, sondern alle Menschen in Österreich. 

Der Zivildienst ist für die zivile Landesverteidigung, die Katastrophenhilfe, den Zivilschutz und die gesellschaftliche Resilienz allgemein wichtig. Hier übernehmen junge Männer Verantwortung und erwerben wichtige soziale und medizinische Kompetenzen. Viele von ihnen bleiben nach ihrer Zivildienstzeit als Freiwillige und leisten im Katastrophenfall einen wesentlichen Beitrag zur Aufwuchsfähigkeit von Hilfskräften. Wenn nötig, kann Österreich auf hunderttausende Freiwillige zurückgreifen, das ist für die gesellschaftliche Resilienz wesentlich und muss weiter gefördert werden. 

„Viele von ihnen bleiben nach ihrer Zivildienstzeit als Freiwillige und leisten im Katastrophenfall einen wesentlichen Beitrag zur Aufwuchsfähigkeit von Hilfskräften. Wenn nötig, kann Österreich auf hunderttausende Freiwillige zurückgreifen, das ist für die gesellschaftliche Resilienz wesentlich und muss weiter gefördert werden.“

Hans Ebner, Präsident des Roten Kreuzes NÖ

Insgesamt bietet das Rote Kreuz Niederösterreich aber darüber hinaus – neben der ehrenamtlichen wie auch hauptberuflichen Tätigkeit – seit mehr als zehn Jahren ergänzend zum Zivildienst auch das Freiwillige Sozialjahr an. Bereits jetzt besteht eine Vielzahl an Möglichkeiten, wo man sich einbringen kann: im Rettungsdienst, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, mit älteren Menschen, Unterstützung von Menschen in sozialen Notlagen oder im Bereich Migration oder Flüchtlingsbetreuung.

Engagieren kann man sich zudem im Rahmen des Team Österreich. Gerade bei Hochwassereinsätzen helfen alle zusammen – egal ob Hauptberufliche, Freiwillige, Zivildienstleistende, Teilnehmende des Freiwilligen Sozialjahres oder Team Österreich Mitglieder – und das ist es, was unsere Gesellschaft gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen braucht: Ein Miteinander für die Gesellschaft und eine Werthaltung, auf die man gerade in Krisen und Katastophen bauen kann.


(Bild: Josef Pfleger)

Der Autor:

Hans Ebner,
Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich

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