Bei einer kurzen, schlichten Feier in der Stiftskirche Altenburg wurden am 12. März 2026 dem neuen Administrator von Stift Altenburg P. Albert Groiß OSB vom Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation Johannes Perkmann OSB das Siegel und der Schlüssel des Klosters überreicht. Die Wahl fand am 23. Februar 2026 statt.


P. Clemens Hainzl las zu Beginn aus den Regeln des hl. Benedikt die Aufgaben des Abtes vor, auf die …

… dann auch Abtpräses Johannes Perkmann in seiner Ansprache einging. Er betonte, dass der Glaube und das klösterliche Leben im Sinne der Regeln des hl. Benedikt vor Wirtschaftlichkeit stehen und die Patres im Geist des Evangeliums Menschen dienen sollen. Dabei muss der Vorsteher vorangehen und leiten.
Die Bibelstelle „Neuer Wein in neuen Schläuchen“ (Markus 2,22) war Grundlage für den nächsten Gedanken: Neue Ideen, Inhalte oder Veränderungen erfordern auch neue Formen, Strukturen und Denkweisen zur Erneuerung der Kirche im Sinne von Papst Benedikt XVI: „Aus der Krise von heute wird eine Kirche von morgen.“
Schließlich fand er noch klare Worte zur Abtwahl, die bei den Benediktinern alle 12 Jahre stattfindet: „Jede Wahl ist eine Herausforderung, das Ergebnis ist mit Demut zu akzeptieren.“

Der neue Administrator P. Albert Groiß OSB dankte bei dieser Feier seinen Mitbrüdern für ihr Vertrauen – als der neue Leiter des Klosters will er die Gemeinschaft stärken und versuchen, neue Mitglieder zu gewinnen, die nach der Vision des Pfarrverbandes im Horner Becken „begeistert glauben – gemeinsam wachsen“ wollen.
Dank sagte er auch an dieser Stelle seinem Vorgänger Abt Thomas Renner OSB für seinen Dienst in den letzten 12 Jahren für Altenburg und seinem Vor-Vorgänger Abt Christian Haidinger, der an diesem Tag, dem12. März, seinen 82. Geburtstag beging.
„Mit Gottes Hilf“, wie es in der ältesten Übersetzung der Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1144 heißt, will sich P. Albert Groiß OSB seelsorglich engagieren und mit Hilfe seiner Wirtschaftsfachleute im Stift den Bestand des Klosters sichern.
In Anlehnung an ein Zitat des neuen Wiener Erzbischofs Josef Gründwidl sagte er: „Ich bin wohl nicht der perfekte Leiter unseres fast 900 Jahre alten Stiftes, aber ich bin verfügbar.“
