Spätestens seit der Buchsbaumzünsler bei uns sein Unwesen treibt, stehen andere Pflanzen für klassisch-niedrige Einfassungen hoch im Kurs. In Frage kommen kleinwüchsige, kleinblättrige, schnittverträgliche, sattgrüne Gehölze wie die Japanische Stechpalme, wenn es sich um in Form geschnittene Einfassungen handeln soll, oder alternativ auch Kräuter, wenn es bunt und vielfältig sein darf. Sie bereichern mit ihren Formen und Farben, duften, blühen, können Nützlinge anlocken oder Schädlinge abschrecken.

Kräuter eignen sich hervorragend, um Gemüse- oder Blumenbeete auf natürliche Weise einzurahmen. Niedrig wachsende Arten wie Thymian, Lavendel, Eberraute und Bergbohnenkraut schaffen klare Strukturen und verleihen dem Garten einen besonderen Charme. Wenn sie blühen, dürfen sie über sich hinauswachsen: Während ihre Blüten Bestäuber anziehen, können die aromatischen Blätter jederzeit für die Küche geerntet werden.
Eine Kräutereinfassung verbindet damit Schönheit und Nutzen auf wunderbare Weise. Nach der Blüte und im Frühling wird sie zurückgeschnitten. Der September ist ein guter Zeitpunkt, die Pflanzung zu planen oder bestehende Kräuter zu teilen und an neuen Standorten einzusetzen. Dicht gesetzt, wachsen sie zu kleinen Hecken heran. Mit der Zeit entsteht ein lebendiger Rahmen, der die Beete schmückt, angenehm duftet und den Garten in eine Wohlfühloase verwandelt.
Hier noch das „Natur im Garten“-Video zu diesem Thema: