
Die Gemeine Schafgarbe hat ihren lateinischen Namen Achillea (millefolium) dem altgriechischen Helden Achilles zu verdanken.
Zur Wundheilung schon in der Antike eingesetzt

Achilles soll die Pflanze nach einem Hinweis des Zentauren Cheiron (ein Fabelwesen, das halb Mensch und halb Pferd ist) entdeckt und zur Versorgung von Wunden seiner Krieger genutzt haben. Kriege und damit Wunden gab es im alten Griechenland ja jede Menge.
Das ist aber nicht die einzige traditionelle Anwendung: Heute noch wird das Schafgarbenkraut als Hausmittel bei Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden oder zur Hautpflege gerne verwendet.
Schafgarbenprodukte können auch in Apotheken und Drogerien als Tee, Saft, Tinktur, in Form von Dragees oder als Salbe gekauft und entsprechend angewendet werden.

Die Schafgarbe ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird bis zu 80 Zentimeter hoch. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt bis sitzend, die Blattspreiten schmal und gefiedert. Der glatte bis behaarte Stängel ist innen markhaltig.
Der Blütenstand, eine Scheindolde, besteht aus vielen kleinen körbchenförmigen Teilblütenständen. Die Blütenkörbchen selbst weisen meist einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimeter auf und enthalten Röhren- und Zungenblüten. Die Farbe der Zungenblüten ist weiß bis schwach gelblich, auch rosa Färbungen kommen vor.
Standort ziemlich egal, resistent gegen Sonne und Trockenheit

Es stimmt schon, dass die Schafgarbe gut durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden liebt. Im Allgemeinen ist sie aber nicht heikel – weder beim Standort noch bei den Nachbarn. Im Bild oben hat sie es sich in einem Lavendelbeet gemütlich gemacht, …

… hier steht sie am Ackerrand in direkter Nachbarschaft zum Getreide und zum Leimkraut.

Weder Hitze noch Trockenheit kann die Schafgarbe stören, wie dieses Bild der Pflanze am verdorrten Wegrand zeigt.

Im Notfall tun es auch Ritzen von gepflasterten Wegen als Standort.

Beim letzten Bild stellt sich nun die Frage, ob die Weinbergschnecke Bauchweh hatte und sich in der Naturapotheke Linderung verschaffte – bei der Scharfgarbe, der anspruchslosen Wunderblume.
Josef Pfleger