28 Bilder aus 8 Bilderzyklen, die Landschaften, Herrschaftssitze, Städte und Dörfer aus dem 18. Jahrhundert zeigen, sind derzeit im Museum Horn ausgestellt. Darunter sind auch drei Bilder von Horn (mit der ältesten Ansicht der Stadt), von Drosendorf sowie Bilder vom Stift Geras.
Die Ausstellung wurde heuer im Rahmen einer von Martin Bauer und Ralph Andraschek-Holzer gestalteten Schau in der NÖ Landesbibliothek gezeigt und ist jetzt auch im Museum Horn bis zum Saisonende am 15. November 2026 zu sehen.

Martin Bauer (Bild), der wissenschaftliche Leiter des Horner Museums, kuratierte die Ausstellung in Horn und führte bei der Eröffnung in die Thematik ein. Die Originalbilder, deren Besonderheiten Bauer darlegte, sind in der Landesbibliothek, in Klöstern und Diözesanmuseen aufbewahrt, in der Ausstellung sind Repliken zu sehen.
Auftraggeber waren die Grundherren dieser Zeit, wobei zuerst die herrschaftlichen Gebäude im Mittelpunkt standen, später dann die Landschaft sowie auch Gebäude von Untertanen.
„Der Realitätsbezug bei den Bildern ist verschieden. Bei den einen Bildern haben die Künstler ihren Phantasien freien Lauf gelassen, bei anderen haben sie die Landschaft und die Häuser naturgetreu abgebildet. Da ist schon viel Forschungsarbeit in den Geschichtsquellen notwendig, um zu eruieren, was echt ist und was nicht“, so Bauer.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung nahm die Horner Gemeinderätin Sabine Englmaier vor. Sie zeigte sich von der Ausstellung begeistert, hatte aber auch viel gute Laune dabei: „Ich zerschneide nun ein fiktives Band und eröffne damit die Schau“, so Englmaier.

Dieses Bild der Stadt Horn aus dem Jahre 1809 zeigt den „Durchmarsch der österreichischen Haupt-Armee den 12. May 1809 angeführt von S= Maj. dem Kaiser und Sr. k.k. Hoheit E.H. Carl“.
Die ganz speziellen Details auf diesem Bild …

… erklärte der ehemalige Kustos des Museums Wolfgang Andraschek (re.) Christa Haller, Agnes Wagner und Helga Feyrer (v. li.).

Auch ein Faksimile des ältesten Bildes von Horn von Caspar Merian aus dem Jahr 1656 ist ausgestellt. Horn und Drosendorf sind auf diesem Kupferstich auf einem Blatt zu sehen.

Ein weiteres Bild von Horn, das vom berühmten Kupferstecher Georg Matthäus Vischer stammt, kann man ebenfalls bewundern.

Alt-Kulturstadtrat Erich Schmudermayer und Horns Stadtarchivar Erich Rabl (v. li.) schauten sich gemeinsam die Exponate an.

Und schließlich noch das offizielle Bild, auf dem auch Bilder des Stiftes Geras (Mitte) zu sehen sind – von links: Sebastian Kreit vom Stift Geras, Gemeinderätin Sabine Englmeier, Martin Bauer, wissenschaftlicher Leiter des Horner Museums, und Museumsvereinsobmann Gilbert Zinsler, der auch die einführenden Worte sprach.
JKP