Nachdem das Angebot, mit speziellen Impulsen Trauerarbeit zu leisten, in den letzten vier Jahren in verschiedenen Orten des Bezirks (Horn, Gars, Eggenburg, Weitersfeld) so hervorragend angenommen worden ist, bietet des „Mobile Hospiz Bezirk Horn“ auch heuer wieder an den Totengedenktagen zu Allerheiligen und Allerseelen Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, diese Möglichkeit.
Dabei wird heuer die Aufbahrungshalle Horn zum Trauerraum.
Einer der elf Impuls-Stationen ist die „Klagemauer“, bei der Wünsche auf kleine Zettel geschrieben werden können, die dann in die Löcher der Klagemauer gesteckt werden. Das Schöne daran: Die Zettel – sprich die Wünsche – werden nicht weggeschmissen, sondern gesammelt und im Rahmen einer internen Jahresbeginnfeier des „Mobilen Hospizes Bezirk Horn“ verbrannt und damit aus katholischer Sicht „himmelwärts“, aus profaner Sicht ins Universum geschickt.

Eine weitere Station ist die Gewichtung der Trauer: Anhand von verschieden schweren Steinen kann man hier abwiegen, wie schwer die Trauer noch ist. Bei einem Gespräch mit den Trauerbegleiterinnen ist das ein wertvoller Ausganspunkt.

Bei der Eröffnung der „Trauer-Impulse“ ging Hospiz-Obfrau Christine Zeiner auf Sinn und Zweck des Angebots für trauernde Erwachsene und auch für trauernde Kinder detailliert ein. Sie freute sich natürlich, dass dieses Angebot in allen bisher besuchten Orten so gut angenommen worden war und vielen Menschen damit wirklich geholfen werden konnte, in das „normale Leben“ zurückzukehren.
Dazu passte auch der Aufnahmeort des Eröffnungsfotos: Die Brücke symbolisiert den Weg von der tiefer Trauer bis zur „Normalität“, der niemals geradlinig verläuft, sondern Schwankungen unterworfen ist.

Für alle, die über Trauer und deren Bewältigung reden wollen, stehen morgen (1. November 2026, 10:30 bis 18:00 Uhr) und übermorgen (2. November, 10:30 bis 16:00 Uhr) Hospiz- und Trauerbegleiterinnen in der Aufbahrungshalle Horn für Gespräche zur Verfügung.