Mit einem „Happy Birthday to You“ begann die diesjährige Saisoneröffnung im Museum Horn – kein Wunder: Kulturstadträtin Barbara Stark hat am 1. April Geburtstag und wurde daher gesanglich entsprechend empfangen.

Als Geburtstagsgeschenk gab es eine kleine Venus, die Museumsdirektor Anton Mück der Kulturstadträtin überreichte.

Im Mittelpunkt stand dann nach den einführenden Worten von Direktor Mück die Eröffnung der Mikro-Ausstellung „Münzfund Glaser“, die hervorragend präsentiert wird. 480 Münzen aus dem 17. Jahrhundert wurden 2008 in der Wiener Straße 27 in Horn gefunden, als man das Haus bei einem Umbau innen völlig aushöhlte.
(Wir brachten einen detaillierten Vorbericht unter dem Titel „Mikroausstellung „Münzfund Glaser“ und Museums-Saisoneröffnung am 1. April 2026“ → zum Bericht .)

Ein besonderes Schmankerl ist dabei die Lupe, unter der man ein paar Münzen im Detail betrachten kann.

Auch das Haus (links am Bild), in dem die Münzen gefunden worden sind, ist auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1959 zu sehen.

Ein Highlight war sicher, dass auch Univ.-Prof. Hubert Emmerig anwesend war, der sich des Fundes und dessen Aufarbeitung angenommen hatte. Aus dem Stegreif informierte er die Besucher kurz über die Bezahlweise und die Währungen im 17. Jahrhundert. So war zum Beispiel 1 Gulden 60 Kreuzer wert, 1 Kreuzer 4 Pfennige. Der Wert der Münzen war durch den Silbergehalt gedeckt.

Die Überraschung des Vormittags war Helmut Malleczek, der als „Zeitzeuge“ gekommen war. Er wohnte in seiner Kindheit in dem Haus, in dem die Münzen gefunden worden waren.
Seine Erinnerung: „Die Türschwelle, unter der die Münzen gefunden wurden, war eigentlich einmal ein Übergang in das Nachbarhaus. Das Haus war ursprünglich mit diesem vereint, wurde dann baulich getrennt und ist nun wieder ein Haus.“

Die Zusammenstellung der großartigen Präsentation lag in den Händen von Museums-Kustos Hans-Peter Trimmel (li.), der hier mit Univ.-Prof. Hubert Emmerig einen Teil der Münzen präsentiert.

Museumsdirektor Anton Mück freut sich schon auf den Höhepunkt der Museumssaison 2026: Vor dem Museum werden im Frühjahr 13 hybride Silhouetten installiert, die in Zusammenarbeit mit der Akademie der Bildenden Künste in ein künstlerisches Rahmenprogramm einbezogen werden.
In der letzte Schulwoche gibt es Workshops für Volksschulen, die im Prinzip bereits ausgebucht sind: Angemeldet haben sich alle Klassen der VS Horn sowie zwei Klassen der VS Gars.
Das gesamte Projekt gehört zur Kulturschiene „Kunst im öffentlichen Raum“ und wird vom Land Niederösterreich finanziert.
JKP