
Eine äußerst positive Bilanz konnte der Obmann des Horner Museumsvereins Gilbert Zinsler bei der Generalversammlung am 15. Mai 2026 ziehen: Die Besucherzahl stieg von 7.290 im Jahr 2024 auf 8.005 im Jahr 2025, wobei vor allem die Gruppenbesuche ordentlich angezogen haben – nämlich von 443 auf 543.
Die Aktivitäten gingen 2025 von Ausstellungen über Ankäufe, „Schularbeiten“ (Erstellung einer Online-Führung durch die HAK), diverse Veranstaltungen wie Ferienspiel und Vorträge bis hin zu den immer beliebter werdenden Stadtführungen – auch in Englisch.

Museumsdirektor Anton Mück berichtete über die aktuellen Vorhaben inkl. einer Vorschau auf das kommende Jahr. Besonders hob er die Performance mit Lichtinstallationen im Rahmen von „Kunst im öffentlichen Raum“ hervor, die am 26. Juni 2026 eröffnet wird und die Wände am Vorplatz des Museums miteinbezieht.

Eine Zusammenfassung des Protokolls der letzten Generalversammlung brachte Schriftführer Johann Fenz, …

… erfreulich auch der positive Kassabericht von Kassier Albert Prayer. Er und der gesamte Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Reinhard Roetzel (2. v. li.) und Friedrich Steininger (2. v. re.), die beide ihre wissenschaftliche Heimat im Krahuletzmuseum in Eggenburg haben, aber auch sehr viel im Horner Museum mitarbeiten, wurden von Obmann Gilbert Zinsler und Direktor Anton Mück (re.) mit dem „Ehrenzeichen des Museumsvereins in Horn“ ausgezeichnet.
Großartige Vorträge

Danach folgten zwei großartige Vorträge: Der Numismatiker Hubert Emmerig (Universität Wien) ging auf den Umgang mit Münzfunden ebenso ein wie auf die Schatzfunde in Österreich (110.000 alte Münzen) und den Wert für die geschichtliche Forschung: „Geldgeschichte ist immer auch Wirtschaftsgeschichte und politische Geschichte“, so Emmering und „Geld muss immer in Massen da sein, damit die Wirtschaft funktioniert.“
Dann folgte noch der für die österreichischen Grundbesitzer und „Schatzfinder“ positive Aspekt: Wenn in Österreich ein Schatz gefunden wird und kein Eigentümer mehr festgestellt werden kann, gehört eine Hälfte dem Grundbesitzer, die andere dem Finder. In Deutschland kassiert das jeweilige Bundesland den gesamten Schatz ein … bei viel Glück gibt es eine kleine Entschädigung.

Numismatikerin Maya Lerner (Universität Wien und Universität Frankfurt) hat im Rahmen ihres Studium in Wien den Horner Münzfund aufgearbeitet und berichtete über die Restaurierungs- und Bestimmungsmethoden, wobei sie die Zuhörer in ihren Bann zog.

Eine der Münzen hat einen wissenschaftlichen Seltenheitswert, weil in Österreich nur zwei davon gefunden wurden: Sie stammt aus der Abtei Murbach. Der Abt, der sie prägen ließ, war nur zwei Jahre im Amt, daher die seltenen Funde. Aufgrund des Zustandes dauerte die Bestimmung „ein wenig länger“, der finanzielle Wert ist eigentlich gering.

Klaus Glaser – sowohl Grundeigentümer als auch Finder – berichtet über den Fund in seinem Haus in der Wiener Straße in Horn, wir haben davon bereits ausführlich berichtet → zum Artikel

Besucht war die Generalversammlung übrigens ausgezeichnet, unter den Gästen war auch Christine Kögler vom Museumsmanagement NÖ (vorne links).

Und schließlich noch das „offizielle“ Foto – am Bild von links: Obmann Gilbert Zinsler, Hubert Emmerig, Maya Lerner, Claudia und Klaus Glaser sowie Horns Vizebürgermeister Heinz Nagl
JKP